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TRAFÖ StaplerCup 2010

60 professionelle Staplerfahrer aus der Region ermittelten beim 11. TRAFÖ Staplercup in Wustermarkt die Geschicktesten

Tino Schröder aus Wildenbruch, Vorjahressieger beim 10. TRAFÖ Stapler-Cup und deutscher Vize-Meister, ist leicht nervös. Immer wieder geht er zum Parcours. Er sieht zu, wie seine Konkurrenten mit den Schubmaststaplern, drei nur wenige Zentimeter hohe Klötzchen aufnehmen und auf eine winzige Plattform stapeln. Spielzeug für Erwachsene, könnte man meinen, allerdings mit ernsthaftem Hintergrund. Sicherheit hat Vorrang – Wettkampfrichter achten peinlich genau darauf.

Sicherheitsgurt anlegen, nach der Aktion die Gabelzinken absenken, Bremse anziehen sind Pflicht, sonst gibt es je Verstoß zehn Strafsekunden. Ebenso bei der Station „Theorie“. 30 Fragen rund um den Gabelstapler sind in 15 Minuten zu beantworten. Falsche Antworten oder nicht beantwortete Fragen bringen je zehn Strafsekunden. Noch ist Tino Schröder zuversichtlich. Mit lediglich zehn Strafsekunden wird der Profi, der nach eigener Aussage seit zehn Jahren jeden Werktag acht Stunden auf dem Gerät sitzt, belastet. „Ich will unter die ersten drei“, ist er optimistisch.

Tina Günther, eine der wenigen Frauen im Wettbewerb, ist gerade Bestzeit gefahren. Es gibt Beifall, den allerdings für Töchterchen Victoria. Sie hing in mehreren Metern Höhe an einem Sicherungsseil. Im Rahmenprogramm für die Kinder ist sie auf 23 Getränkekisten geklettert. Auch eine Bestleistung. Mutter Tina ist etwas weniger zufrieden – zu viele Fehler in der Theorie, gesteht sie. Aber Teilnehmen sei eben alles.

Schwungvoll schwingt sich jetzt Tino Schröder für die zwei Disziplinen abwechselnd auf den Front- und auf den Schubmaststapler. Flott rollt der Vize-Meister zu den Klötzchen, linke Hand am Lenkrad, die rechte am kleinen Joystick. Mit einem Finger antippen und millimeterweise gehorcht der Stapler. Seine Gesamtzeit für beide Disziplinen: 148 Sekunden.

Es ist Mittagszeit. Bratwurst und Gulaschsuppe, bestens vorbereitet von der Brieselanger Feuerwehr, sind ebenso gefragt wie kühle Getränke. Alles kostenlos. Trotzdem fallen so mancher Euro und Fünfer in bereitstehende Spendengläser. Marita Trojan ist die Freude darüber anzusehen. Es sind Spenden für den „Sonnenhof,“ einer Einrichtung der Björn Schulz Stiftung. „Wir möchten das Kinderhospiz des „Sonnenhofes“ von zwölf auf 16 Zimmer erweitern. Ich bin so dankbar,“ sagt sie. Die teilnehmenden und ausstellenden Firmen stellten bereits vor Beginn des Trafö Stapler Cups 3100 Euro zur Verfügung.

Tino Schröder ist unter den zehn Besten und damit in der Endrunde. In 120 Sekunden ordnete er in einer neuen Disziplin die in einem Kreis stehenden Gitterboxen richtig an: 7. Platz. Marco Krähling aus Blumberg war schneller (99 Sekunden). Er nimmt gemeinsam mit Michael Neumann (100 Sekunden) im September in Aschaffenburg am Finale des Stapler-Cups teil. Übrigens Tino Schröder auch. Als Vorjahresvize ist er Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft und freut sich darüber hinaus auf die Europameisterschaften.

download Download Ergebnisse & Platzierungen (PDF, 36 kB)

Impressionen StaplerCup 2010

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